Kochkurs im thailändischen Chiang Mai

Thailändischer Genuss mit Mehrwert

Die fertigen Gerichte - Diane Buckstegge
Die fertigen Gerichte - Diane Buckstegge
Der beste Weg einen Einblick in die thailändische Küche zu bekommen ist ein Kochkurs vor Ort.

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen. Vorausgesetzt, dass er während der Reise einiges erlebt hat. Thailand-Reisende können einiges erleben, vom Elefantenritt angefangen über die zahlreichen phantastischen Ruinen bis hin zu anstrengenden Treckingtouren in atemberaubenden Landschaften. Was bei einem Thailandbesuch auf keinen Fall fehlen darf ist ein Kochkurs. Denn jeder, der schon mal in Thailand war, weiß: Die thailändische Küche ist aromatisch, frisch und einfach nur köstlich. Ein Stück davon mit zurück nach Deutschland zu nehmen ist deswegen eine gute Idee. Und bei dem großen Angebot von Kochkursen, besonders in Bangkok oder Chiang Mai, auch kein Problem.

May Kaidees Kochschule und Restaurant im thailändischen Chiang Mai

Der Lonely Planet empfiehlt sie und er hat Recht: May Kaidees Kochschule ist eine gute Wahl, wenn es um einen Kochkurs geht. Das vegetarische Restaurant mit Kochschule hat einen Sitz sowohl in Bangkok wie in Chiang Mai und ist auch der richtige Ort, wenn man nur etwas essen möchte. Denn obwohl das Essen rein vegetarisch ist, werden selbst ausgesprochene Fleischesser ihr Lieblingslebensmittel kaum vermissen. Insbesondere die abgewandelten Thai-Klassiker wie Tom Yam Suppe oder Pad Thai schmecken auch "ohne" sehr gut.

Vor dem Essen wird auf dem Markt in Chiang Mai eingekauft

Die Kochkurse bei May Kaidee beginnen morgens um 9.30 und enden mittags um 13.00 Uhr. In der kurzen Zeit steht einiges auf dem Plan. Nachdem die zehn Gerichte vorgestellt wurden, die im Laufe des vormittags gekocht werden, geht es erst einmal auf den Markt. Der Markt an sich ist ein Erlebnis für sich. Die Marktstände sind gefüllt mit frischen Lebensmitteln. Neben bekannten Zutaten wie Möhren oder Tomaten gibt es exotische Varianten von Auberginen oder Gurken, Kräuter und einige Kohl- und Obstsorten, die in Deutschland eher unbekannt sind. Dee, die Kursleiterin, erzählt viel über die heimischen Produkte, während sie nach und nach alle Zutaten kauft und den am Boden herumlaufenden Kakerlaken geschickt ausweicht.

An die Messer, fertig, los

Zurück im Restaurant beginnen die Vorbereitungen. Im Schneidersitz auf dem Boden hockend werden Möhren in feine Streifen geschnitten, Tomaten gewürfelt, Tofu gehackt und Kohl geraspelt. Was in der heimischen Küche oft langweilig ist, macht hier Spaß, denn Dee erzählt Geschichten über vergangene Kochkurse und die thailändische Küche. Je nach Anzahl der Teilnehmer geht es anschließend einzeln oder paarweise an die Kochstellen, Gasbrenner mit einem Wok obenauf. Nach und nach werden alle zehn Gerichte gekocht. Was am Anfang wie ein Ding der Unmöglichkeit erschien klappt erstaunlich gut. Da das Gemüse nur kurze Zeit im Wok gebraten wird, und die Zutaten alle vorbereitet sind, ist jedes Gericht schnell gekocht. Und jeder hat tatsächlich jedes Gericht einmal selbst zubereitet. Eine schöne Variante zu anderen Kursen, in denen meist nur ein oder zwei Gerichte gekocht werden.

Das original thailändische Festmahl zum Schluss

Um kurz vor 13 Uhr ist es vollbracht, alle zehn Gerichte sind fertig gekocht und stehen zum Verkosten bereit. Der ganze Tisch ist voller kleiner Schüsseln, die thailändische Leckereien enthalten. Gebratene Pad Thai Nudeln dampfen neben Grünem Curry und Kürbissuppe. Der Papaya-Salat steht neben Frühlingsrollen und cremiger Erdnusssauce. Man sollte auf jeden Fall hungrig in den Kochkurs gehen und nicht zu viel nebenbei naschen, nur so kann man den krönenden Abschluss dieses außergewöhnlichen Kochkurses wirklich genießen. Und damit zuhause fleißig gekocht werden kann, dürfen die Rezepte alle mitgenommen werden.

Diane Buckstegge, Diane Buckstegge

Diane Buckstegge - "Was hast Du studiert?" ist ohne Frage die häufigste Reaktion, wenn ich von meinem Studium erzähle. Oecotrophologie, oder ...

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